Monate: April 2011

Rostocks Musikszene

Unser schönes Bundesland hat entgegen vieler Leitz Vermutung doch schon immer allerhand zu bieten gehabt. Pyranja, die Jungs von Repraesenz, die Underdog Crew, Marteria und Halbe Hemden (jetzt bekannt als Supershirt). Allerdings sind die mittlerweile alle nach Berlin oder in den Musik-Ruhestand gegangen. Ebenfalls in Rente befindet sich der ehemalige Szenetreffpunkt und Klamottenladen „Outline“. Hier versammelte sich alles, was diese Subkultur zu bieten hatte. Breakdance, Grafitti, DJing, Rap und Skateboarding hatten in den 90ern ihre Hochzeit an der Warnow. Jetzt gibt es eher noch vereinzelt Splittergruppen. Und den kleinen Bruder vom Outline, den O.Zone Skateshop. Wen man heuer auch unter der Woche noch auf Rostocks Straßen trifft sind Simon 50 in Begleitung von Ostmaul, DJ Coach One, Milz, Tristan, El Roi, die eigentlich aus Güstrow stammenden Sun of a Gun, die 2010 mit ihrem Album „Nordlicht“ für ziemlich viel Wirbel sorgten, und manchmal auch die Jungs von Joggä und Schlips in der Nähe des Warnemünder Leuchtturms. Eigentlich eine ganze Menge, wenn man bedenkt, dass bei einer ganzen Menge Rostock zumindest im Personalausweis nicht mehr an …

Karrierechance – Rostocker Seehafen

Habt Ihr eigentlich schon mal `ne Hafenrundfahrt in Rostock gemacht? Nein? dann wird’s höchste Zeit, denn unser Hafen hat mehr zu bieten als nur die Scandlines Fähren. Los steigt mit mir ins Boot und lasst uns durch den Seehafen schippern. Ihr werdet staunen was es alles zu sehen gibt. Der Rostocker Hafen ist einer der Größten an der Ostseeküste. Vom 14. bis zum 17 Jh. war der Seehafen einer der wichtigsten Hansehäfen. Leider verlor er mit dem Ende der Hanse seine Bedeutung. Der Hafen entwickelte sich erst nach dem zweiten Weltkrieg zum „Tor der Welt“ der damaligen DDR und ist heute ein bedeutender Universalhafen. Aufgrund der geographischen Lage und der Hinterlandanbindung (A19, A20, umfassendes Schienennetz) ergaben sich für den Rostocker Hafen neue Perspektiven, sodass er sich zu einem großen Ostseehafen entwickeln konnte in dem sowohl Flüssiggut, Schüttgut, Stückgut umgeschlagen als auch die RoRo- und Fährverkehre ausgebaut werden konnten. Der Rostocker Hafen spielt mit über 28 Millionen Tonnen umgeschlagener Güter, zwei Millionen Fährpassagieren und über 100 Anläufen von Kreuzfahrtschiffen pro Jahr (zahlen von 2008) in der …

Interview: Rostocker Eishockey Club

Felix Klebba ist ein Freibeuter. Er spielt für die zweite Männermannschaft vom Rostocker Eishockey Club. Die Wintersport-Saison geht von September bis April. Also, Herr Klebba, was treibst du denn nun den ganzen Tag, wo der Frost uns dann doch verlassen hat? Felix: Ich ruhe mich erst mal von der Saison aus und entspannte mich. Allerdings fangen wir auch rechtzeitig mit den neuen Saisonvorbereitungen an, meist sind nur 3-4 Wochen Ruhepause drin. Dann heißt es wieder Eistraining, selbständiges Kraft – und Konditionstraining. Meist zwei Mal wöchentlich. Und was macht ihr im Sommer? Hockey mit Rollen unter den Füßen statt Kurven? Felix: Im Sommer spielen einige Inlinehockey um sich fit zu halten, aber manch andere halten sich auch einfach mit Konditionstraining fit. Endlich draußen joggen? Felix: Draußen Joggen sollte man nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter. Ist gesünder als in der Halle und man sieht was von der Landschaft. Macht ihr im Sommer auch im Team Sport? Felix: Wenn wir alle trainieren, spielen wir auch das ein oder andere Mal Fußball zusammen, ja. Aber sonst …

Rostock Griffins

Als ich mich an einem sonnigen Sonntagnachmittag das erste Mal auf den Weg in den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark nach Warnemünde machte, hatte ich keine Ahnung von American Football. Also tat ich, was mir in meiner Situation am sinnvollsten schien. Ich gesellte mich zu fachkundigen Fans und griff zu der Taktik, die schon Kleinkinder anwenden, um sich ihre Umwelt zu erschließen: ich ahmte das Verhalten der Anderen nach. Lektion 1: Hatte Rostock den Ball, griffen sie an. Man klatschte, wenn die Spieler der gegnerischen Endzone näher kamen. Je näher sie diesen kamen, desto heftiger wurde der Applaus. Erreichten sie die gegnerische Endzone, gab es stehende Ovationen. Diese konnten wahlweise von einem frenetischen Jubel (als Beispiele seien hier „Bravo“ oder „Toll“ angeführt) begleitet werden. Ich entschied mich für ein texanisch anmutendes „Yieeha“. Schließlich wollte ich Eindruck machen. Lektion 2: Hatte Rostock den Ball nicht, verteidigten sie. Man feuerte die Verteidigung bereits vor dem Spielzug mit dem Wort „Defense“ an. Dieses Rufen wurde bis zum Anspiel des Balls durch den Gegner immer lauter. Hielten die Spieler den Gegner dann von …

Beachhandball

Als der Deutsche Handball Bund 1992 mit dem Konzept „Raus aus den Hallen“ aufwartete, um das „Sommerloch“ in der Hallenhandballsaison zu füllen, war nicht abzusehen, dass diese Idee zu einem Teilnehmer- und Publikumsmagneten werden würde. Heute, neunzehn Jahre nach der Erarbeitung des DHB-Konzepts, hat sich der Freizeitspaß zu einer Sportart mit internationalen Spielstätten sowie Europa- und Weltmeisterschaften gemausert. Auch Mecklenburg-Vorpommern hat diesen Trend früh erkannt und mit Turnieren gefördert: kein Wunder bei dem Panorama, das der Ostseestrand bietet. Spielfeld, Teams und Spielweise Gespielt wird auf einem zwölf Meter breiten und fünfzehn Meter langen Spielfeld, welches mit vierzig Zentimetern tiefem Sand aufgefüllt ist. Auf beiden Spielfeldseiten schließt sich ein sechs Meter breiter Torraum an, an dessen Enden sich ein zwei Meter hohes und drei Meter breites Tor befindet. Dieser Torraum darf nur von den gekennzeichneten Torhütern betreten werden. Die Auswechselzonen befinden sich an den Seiten des Spielfeldes. Die Teams bestehen aus bis zu acht Spielern, von denen drei Feldspieler und ein Torwart auf dem Feld aktiv sind. Im Gegensatz zum Hallenhandball geht der Torwart im Beachhandball …

Körks Strandarena

Hi Leute, ich weiß, ihr habt genug Aufregungen, vor allem während der Prüfungszeit! Aber manchen reicht das nicht aus und andere wieder brauchen den ganz besonderen Kick und dafür kann ich euch einen guten Tipp geben: KÖRKS Strandarena in Körkwitz hinter Ribnitz-Damgarten, auf dem Weg zum Fischland/Darß oder direkt von Rostock auf die B105 bis zum Abzweig Altheide auf die L 21 fahren und kurz vor Körkwitz Hof der Ausschilderung nach rechts folgen. Oder ihr fahrt mit dem Linienbus Hohe Düne – Graal-Müritz – Ribnitz-Damgarten. Auch per Zug könnt ihr Ribnitz – Damgarten (West) erreichen und fahrt per Linienbus (Dierhagen) weiter. Für passionierte Radfahrer empfiehlt sich ebenfalls die Route Graal- Müritz Richtung Ribnitz (Boddenwanderweg). In Körkwitz findet ihr den Bernsteinsee, ganz romantisch von Schilf, Wiesen und Wald umgeben, ein Klein Ort, sozusagen eine Oase der Ruhe und Beschaulichkeit, abseits vom lauten Straßenverkehr, der pausenlos auf die Seebäder zurollt. Man hört nur das Surren der Seilbahn und das Klatschen der Boards und Musik vom Shop der Strandarena und vielleicht auch mal einen Vogelruf. Also echt erholsam! …

Karls „Pier 7“

Einen Ausflug wert ist Warnemünde jeden Sommer. Wartet es doch, ob der zahlreichen Besucher, immer wieder mit neuen und größeren Attraktionen auf. In diesem Jahr steht das Ostseebad mit bisher 161 gemeldeten Schiffsanläufen vor einer weiteren Rekordsaison. Einer der Mittelpunkte des Anlege- und Abreisetrubels der Schiffe wird auch 2011 Karls „Pier 7“ sein – für uns Grund genug, euch den „Mix aus Erlebnisgastronomie, Shopping und Spielattraktionen“ vorzustellen. Seit 2009 öffnet der „Pier 7“ seine Pforten für Jung und Alt sowie Groß und Klein. Zwischen April und Oktober können sich Einheimische, Touristen und Kreuzfahrtpassagiere von einem bunten Programm überzeugen lassen, denn das Motto „Shoppen, Schlemmen, Schiffe gucken“ lässt keine Wünsche offen. Shoppen und Schlemmen sind dabei nicht nur an das maritime Flair angelehnt, das Warnemünde zu einem der „Hotspots“ an der Ostseeküste macht, sondern beinhalten ebenso Produkte, für die das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern bekannt ist. Erstanden werden kann von Sanddornprodukten über selbst hergestellte Marmeladen bis hin zu Wurstwaren aus der Region im „Pier 7“ (fast) alles. Schlemmertechnisch wartet das blaue Holzhaus mit einem großen Selbstbedienungsbereich auf, an …

Touristenmagnet Warnemünde

Sie kommen in Sandalen und tragen weiße Socken, die an den Knien abschließen – da, wo die kurze Hose beginnt. Sie haben Handtücher unter dem Arm und stehen zumeist unauffällig auf der Düne am Eingang eines Strandabschnitts, um arglos durch die Gegend zu gucken. Plötzlich setzen sie sich in Bewegung und stürzen in Richtung Strand wie Möwen, die ein unbeaufsichtigtes Stück Brötchen auf dem Boden liegen sehen. Doch ihnen geht es nicht um das Brötchen. Ihnen geht es darum, das Handtuch, das sie sich ordentlich gefaltet unter den Arm geklemmt haben, seinem ihm angedachten Zwecke zuzuführen. Sie sind Touristen, angetreten, um den Strand zu besetzen, gekommen, um am Strand zu bleiben. Jeden Sommer scheint irgendwo in Deutschland eine Tür aufzugehen, die Scharen von Menschen dazu bewegt, an den Ostseestrand zu kommen, um Urlaub zu machen. Manche kommen über den Wasserweg, andere über die Autobahn, ganz Sachsen kommt geschlossen und mit allem, was geht! Sicher, Mecklenburg-Vorpommern ist zu Recht eines der beliebtesten Urlaubsziele in Deutschland. Als solches ist es natürlich abhängig vom Tourismus und den Einnahmen, …

Wo trifft sich Rostock im Sommer?

Ihr habt den Start in den Rostocker Sommer bisher verpasst? Ihr wisst nicht, wo Freunde und Nachbarn hingehen, um sich zu sonnen, zu entspannen oder zu feiern? Dumm gelaufen? Nein. Denn wir sagen euch, wo die Umtriebigen zu finden sind. Hier kommen die Top Ten der Ausflugsziele im Rostocker Sommer. Platz 10: Clubs In Rostock ist Clubbing auch im Sommer angesagt. Die einschlägigen Locations findet ihr, wie immer, in unserer Heftmitte. Doch, seid gewarnt! Im Sommer sind es nicht die dunklen Dancefloors, die die Nachtschwärmer anziehen. Es sind die Außenanlagen der Clubs, in denen man das feierfreudige Publikum antrifft. Platz 9: die Wiesen vor den Universitätsgebäuden Egal, ob auf dem Uni-Platz oder dem Campusgelände der Ulmenstraße, selbst das universitäre Leben spielt sich im Sommer eher vor als in der Uni ab. Kurse werden auf die Wiesen vor den Gebäuden verlegt, Freistunden sowieso. Und warum auch nicht? Schließlich regt Sauerstoff die „grauen Zellen“ an. Platz 8: der Stadthafen „Immer wieder sonntags“ (10-14 Uhr) frühstückt es sich sehr gut hoch über den Dächern des Stadthafens. Im Silo …

Zwei Schlemmerspecials

Geselliges Gelage oder romantische Zweisamkeit? Obwohl man dies zu Anfang einer Beziehung kaum glauben mag, führt die ausschließliche Ernährung von Luft und Liebe selbst bei Paaren irgendwann zu unüberwindbaren Hungergefühlen. Spätestens dann sollte man essen. Hat man sich dazu durchgerungen, sich Nahrung zuzuführen, bleibt nur noch der Ort zu klären. Wir machen euch zwei Vorschläge, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Petrikeller Rostock: …Zechen wie die Raubritter. Den Petrikeller, so wie er heute in aller Munde ist, gibt es seit 1996, das Tonnengewölbe, in dem man im Stile der Ritter, wie Jünglinge und Mägde speisen und sich an Getränken aller Art laben kann, aber schon seit dem 13. Jahrhundert. Es ist das zweitälteste Gebäude der Hansestadt. Die Speisen werden frisch zubereitet und größtenteils von Bauern aus der Region bezogen. Gegessen werden „Federvieh“, „Langohr“ oder die „kräftige Leibspeise vom Bauern“ mit Dolch und „Schmauslatz“. Serviert wird alles auf hauseigenem Tongeschirr, in das des Petrikellers‘ Wappen eingebrannt ist. Überhaupt ist die Liebe zum Detail bemerkenswert, vermag es die Mittelalterschenke doch sowohl mit rustikal-individueller Einrichtung als auch mit gemütlicher …