Monate: Februar 2013

In Breslau gemeinsame Wurzeln erleben

Breslau: Begegnung der Kulturen und der Geschichte Die niederschlesische Metropole spiegelt bis heute die deutsch-polnische Geschichte wider. Wrocław war bis 1945 unter dem Namen Breslau die viertgrößte Stadt Deutschlands, danach wurde die deutsche Vergangenheit nahezu vollkommen gelöscht. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Breslau bis zu 70 Prozent zerstört und fast menschenleer. Alles, was an die deutsche Vergangenheit erinnerte, wurde polnisch umbenannt, Inschriften wurden entfernt, Denkmäler gestürzt. Fünf Jahrzehnte später entdeckt die Stadt ihr gemeinsames Erbe langsam wieder und der Großteil der Gebäude in der Innenstadt ist liebevoll restauriert. Sie strahlen nun wieder den alten Bürgerstolz aus, ob in strenger Backsteingotik oder überschwänglichem Barock, in klassizistischer Eleganz oder kühner moderner Sachlichkeit. Heute kann man wieder viel von dem Breslau des 20. Jahrhunderts erleben, das als wirtschaftliches, geistiges und wissenschaftliches Zentrum Preußens galt. Am besten kommt man mit dem Auto nach Breslau. Von Berlin aus sind es nur knapp 2,5 Stunden bis in die niederschlesische Metropole. Eine Fahrt mit der Bahn ist auch möglich, dauert aber etwas länger, da in Posen ein Zwischenstopp erfolgt (siehe EXTRA-Tipp). Erst …

Welcher Wohntyp bist du?

Der Einsiedler oder My home is my castle   Das aufgeregte Geschnatter in Hörsaal und Mensa deckt deinen Tagesbedarf an Kommunikation zur Genüge? Schwarzfaserige Pfropfen aus fremden Haaren sprengen neben den Abwasserleitungen auch dein Nervenkostüm? Dann spar dir WG-Castings voll geheucheltem Interesse, leer gefutterte Kühlschränke und Spieleabende mit Langzeitstudenten. Wohne allein – je nach Geldbeutel im Studentenwohnheim oder einer kleinen Wohnung. Dröge Klagen über Dozenten und Seminare, verknitterte Visagen und Charaktere am Frühstückstisch gehören im eigenen Einzelappartment genauso der Vergangenheit an wie im Gemeinschaftsflur widerhallende Beischlafgeräusche aus allen Zimmern außer dem eigenen. Die Wohnungstür schließt sich, die Mundwinkel erschlaffen und erholen sich in den ruhigen Stunden zwischen Herd, Sofa und Bett vom Dauergrinsen. Und wenn es doch zu einsam werden sollte: Freunde einladen, ihre Gemeinschaft genießen und sie zum geeigneten Zeitpunkt wieder rausschmeißen. Doch Vorsicht: Gerade in den norddeutschen Wintern wirkt die Anwesenheit eines anderen Menschen, wenn man nach einem langen Tag nach Hause kommt Wunder für die vom grauen Schmuddelwetter gepeinigte Seele. Auch Krankheiten haben schon so manchen passionierten Einsiedler nach Gesellschaft flehen lassen. …