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Schlemmerspecial: Reusenhaus

Es ist Sonntag, zwischen 15 und 16 Uhr. Es schneit, es regnet oder die Sonne scheint – egal, in Wieck ist immer etwas los. Ob jung oder alt, mit Kind oder ohne, als Pärchen, mit Freunden oder als Attraktion für die Eltern, das viel besuchte Fischerdorf am Rande Greifswalds lädt immer wieder aufs Neue zum Flanieren und Abschalten ein.
So tummeln sich viele Menschen über die Wiecker Brücke am Ryck entlang, machen einen Deichspaziergang im Strandbad Eldena oder tasten sich bis zum äußersten Punkt auf die Mole vor.

Ein ganz besonderes Special erwartet die Spazierenden ein paar Meter hinter der Brücke. Vor einem kleinen Häuschen, aus dessen Schornstein es heftig qualmt, baut sich eine lange Schlange auf. Was ist da los? Menschen mit gelben Servietten verlassen glücklich den Ladentisch vom Reusenhaus und knabbern freudig am besten Fischbrötchen, das Wieck zu bieten hat. Ganz besonders beliebt ist das Backfischbrötchen. Steht man schon in der Schlange, den leckeren Backfisch gedanklich in der Hand, kann es sein, dass die Person davor das letzte ergattert und man selbst auf Räucherlachs, Bismarck oder Hering wechseln muss (was auch nicht zu schlimm ist, denn jeder Fisch wird direkt am Haus selbst geräuchert). Backfischbrötchen sind sehr beliebt und mit einer kleinen gelben Nummer wartet man schon gerne mal 10 Minuten, denn es wird für jeden Gast frisch zubereitet.

Bekommt man anschließend sein leckeres ofenfrisches Brötchen mit Salat, Remoulade oder Honig-Senf-Soße und einem riesigen Stück Backfisch, ist der Sonntag, egal bei welchem Wetter, auf jeden Fall gerettet. Nun kann man glücklich bis zur Mole weiterspazieren und den Zauber Wiecks genießen. Bei Lust und Laune kann dabei gerne ein Zwischenstopp im Utkiek eingelegt werden und einer Tasse Kakao, Kaffee oder einem Alster steht nichts mehr im Wege.

Probiert es einfach aus und macht euch auf den Weg nach Wieck. Es muss ja nicht immer sonntags sein.. und wenn man sich in Greifswald nicht sieht, dann spätestens in der Schlange vorm Reusenhaus.

Text: Katja Gräfe
Foto: Katja Gräfe